Mohamed Al Kadri

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MALEREI

Tagtäglich erreichen uns entsetzliche Nachrichten über einen Krieg, der sich fern von Deutschland abspielt. Uns überschwemmen nackte Zahlen der Personen, die in diesem Krieg gefallen sind. Wir sind schockiert über diese Hiobsbotschaften, aber die Personen sind für uns anonym und ohne Identität: wir wissen weder wie sie heißen, noch wie sie aussehen. 

Der syrisch stämmige Künstler Mohamed Al Kadri versucht genau diesen Menschen wieder ein Gesicht zu verleihen, intuitiv gestaltet er das Geschehen in Form und Farbe. Über die Grenzen der Leinwand hinaus transportiert Al Kadri ein Gewebe aus geistigem und emotionalem, gleichzeitig visualisiert der Künstler mit Hilfe der Malerei die alltäglichen Bilder die ihn bewegen. Eine poetische Bildsprache, die auf den Betrachter sinnlich als auch intellektuell einwirkt. 

Hier vereinen sich verschiedene kulturelle Welten - ein syrischer als auch ein europäischer Diskurs - der sich sukzessiv in seinen Bildern widerspiegelt. Ausgangspunkt der malerischen Strategie von Mohamed Al Kadri ist das Gefühl seiner/unserer Zeit - in der wir umgeben sind von Terror, Krieg und Konflikten die die humanitären Völkerrechte verletzen. Es entstehen Bildräume, deren Farbakzentuierungen den Betrachter förmlich ins Bild ziehen. Gleichzeitig geben sie Raum für einen individuellen kritischen Blick auf die Geschehnisse; der allein von Formen und Farben - jenseits einer konkreten Darstellung - ausgelöst wird. 

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