Maria Justus

10.11-02.12.2016

Die Arbeiten „Jana Maria | Julian Maximilian“ (2016) nehmen Bezug auf die katholischen Heiligendarstellungen und lenken den Blick des Betrachters sowohl auf die menschliche Figur  als auch auf die Beziehungen der Figuren zueinander. Sichtbar gemacht werden diese durch den inhaltlichen Bezug auf die archetypische Struktur der christlichen Ikonographie und der verwendeten Attribute zur Wesens- oder Charakterbezeichnung. Ihre Arbeiten lenken die Aufmerksamkeit auf den umgebenden Raum, sei es durch die architektonischen Installationen oder durch die sozialen Interventionen, die soziale Strukturen und Veränderungen kommentieren. So konnten die BesucherInnen in der Gruppenausstellung der Klasse von Professor Julian Rosefeldt im Sommer 2016 in der Ludwigskirche München die für den Raum konzipierten Arbeiten unter dem Titel, „there will be blood" in ihrer vermeintlich alltäglichen Umgebung betrachten. Der Bildaufbau ist den Originalen nachempfunden, wodurch Justus eine Verherrlichung eines Durchschnittsmenschen evoziert. In Alltagskleidung blicken dem Betrachter zwei junge Erwachsene aus dem Jahr 2016 entgegen, selbstbewusst und ebenfalls in statischer Pose. Angelehnt an die Gruppenausstellung präsentiert und dokumentiert die junge Künstlerin nun neue arbeiten im Young Art Space. Im Schaufenster der Galerie greift Justus die Elemente der Kirche durch figurative Gitter, Muster, Dekorationen und sich wiederholenden Strukturen auf und transformiert so den Raum in einen realen Schauplatz. 

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