LEA GREBE

08.04-13.05.2016

INSEKTEN

Sie fliegen, krabbeln, schwirren, summen, brummen. Ausgangspunkt der Arbeiten von Lea Grebe sind die kleinen Dinge. Manchmal unscheinbar für das bloße Auge, entziehen sie sich unserer Wahrnehmung, dennoch sind sie stets allgegenwärtig – Insekten. So lange sie leben empfinden wir diese oft als abstoßend. Die Insekten mit ihren zarten Körpern sind für die Künstlerin faszinierend, auch nach ihrem flüchtigen Dasein. Fundstücke - die leblosen Körper der Insekten - erfahren bei ihr eine Neubewertung. Mit dem Blick auf den Tod durch die Kunst verändert sich ihr Verhältnis zu diesem, eine ästhetische Erfahrung, die den endgültigen Vorgang künstlerisch untersucht. Das Ergebnis: fragile Körper als Bronzeabguss. Mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise stellt Grebe sich den Fragen: Was nehmen wir wahr am Tod des Insekts? Wo sterben die Tiere? Hierbei geht es nicht um eine Stilisierung, es ist eine Momentaufnahme, bei der die Haltung der Insekten die natürliche Umgebung des Todes wiederspiegelt.

 

               

Schwärme

Aus der Ferne betrachtet kann auf der Basis der Fähigkeiten synchroner Bewegungen alles ein Schwarm sein. Jeder Mensch hinterlässt verschiedene Einzelsignaturen. Von oben betrachtet werden diese gebündelt und koordiniert und im Ganzen vereinigt. Ein emergentes Phänomen, dass vor allem bei Insekten zu beobachten ist. In ihren konzeptionellen Zeichnungen beschäftigt sich Lea Grebe mit dem abstrakten Schwarm-Gedanken. Der Schwarmbegriff wird in einem neutralen Rahmen studiert. Das komplexe Verhalten der Tiere und Menschen wird auf der Basis von Bewegungen innerhalb und außerhalb der Parameter bemessen. Die Künstlerin verwandelt das Schwarmverhalten in Frequenzen von Ereignissen mittels Linie, Punkt und Kurve in eine ästhetische Form. Losgelöst vom Individuum, abstrahiert sie die dynamischen Bewegungen des Schwarms. Dabei stellt sich hier die Frage: Wie kann ein kollektives Verhalten dargestellt und das Flimmernde, Wimmelnde, Irritierende eingefangen werden?

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