- modern, handwerklich - industriell, formell - informell geprägt ist. Anstelle einer einseitig (westlich) geschriebenen Designgeschichte entstehen somit vielfältige Designgeschichten.

Diesen komplexen Verflechtungen in historischer Perspektive, aber auch mit Blick auf Gegenwart und mögliche Zukünfte, geht fünf Themenfeldern (Stationen) und an vier Ausstellungsorten nach:

Formen der Moderne  (Museum Fünf Kontinente, Maximilianstraße 42)

Formen der Kooperation/Partizipation (Kunstraum, Holzstraße 10, RGB)

Stoff-Wechsel (in den Räumen der Galerie Karin Wimmer, Amalienstraße 14)

Hier wird der Frage nachgegangen, ob Artefakte soziale oder politische Dimensionen erlebbar machen können. Formen der Kooperation/Partizipation zeigt auch die Ergebnisse und Objekte eines Workshops mit Cheick Diallo und Cucula in Bamako/Mali, der der Ausstellung vorausgegangen ist.

 

Die Station Stoff-Wechsel rückt das Material als Träger von Bedeutungen sowie das Prinzip seines Wechsels (von einer Materie in eine andere) in den Vordergrund. Während solche Übersetzungen in Europa lange Zeit überwiegend negativ besetzt waren und als bloße Nachahmung, Kopie oder Täuschung galten, spielen ‚Stoffe’ und Stoff-Wechsel als Sujets in der Kunst Afrikas eine wichtige Rolle und sind gängiges Verfahren im zeitgenössischen Design. Transformationen und Übersetzungen sind hier in kritischer, manchmal auch spielerischer Absicht, Ausdruck von Modernisierung, Demokratisierung, Re- Evaluierung.

Visionen und können Paradigmenwechsel einleiten, aber auch deren Schattenseiten und Dystopien zum Ausdruck bringen.

 

Die parallele Präsentation der Stationen in verschiedenen Institutionen ermöglicht es einerseits, den Flow der Formen auch räumlich erfahrbar zu machen und lädt andererseits zu einer Reflexion über die verschiedenen Ausstellungsorte ein, an denen künstlerische Positionen und Objekte aus Afrika sowohl historisch als auch gegenwärtig präsentiert wurden bzw. werden. In unerwarteten Gegenüberstellungen manifestieren sich neue Querverbindungen, ergänzt werden diese durch Positionen, die sich kritisch oder affirmativ mit den Forms of Flow auseinandersetzen.

Als Dokumentation der Ausstellung und ergänzt durch weitere Texte internationaler Autoren und Autorinnen erscheint im Sommer 2017 ein Katalogbuch.

Projektpartner: Cheick Diallo/Diallo Design (Bamako, Mali) und das Berliner Modellprojekt CUCULA, Refugees Company for Crafts and Design, Igo Lassana Diarra, Centre La Médina Art & Culture (Bamako, Mali).

 

Designer_innen und Künstler_innen der Ausstellung: David Adjaye, Kossi Aguessy, Karo Akpokiere, Kader Attia, Nora al-Badri & Jan Nikolai Nelles, Black Coffee, Paolo Cascone, Cladlight, Sonya Clark, Matali Crasset & Bulawayo Home Industries, Cucula, Cheick Diallo, Dokter and Misses, Formafantasma, Front & the Siyazama Project, Fundibots, Eric van Hove, Yinka Ilori, Jean Katambayi Mukendi, Wanuri Kahiu, Markus Kayser, Lumkani, Abu Bakarr Mansaray, Haldane Martin, Michael MacGarry, Ernst May, Emo de Medeiros, Vincent Michéa, Laduma Ngxokolo, Palash Singh for STEP/The New Basket Workshop, Simone Post, Rethaka, Studio Sikoki, Kër Thiossane, Fatimah Tuggar, Obiora Udechukwu, Marjorie Wallace for Mutapo Pottery, Jules Wokam.

Es sprechen: Prof. Dr. Andres Lepik (Direktor des Architekturmuseums TUM), Dr. Anne Fleckstein (Kulturstiftung des Bundes), Prof. Dr. Kerstin Pinther und Alexandra Weigand Dipl. Des./M.A.(Kuratorinnen)

 

Ab 19.00 sind der Kunstraum, Holzstraße 10, RGB und die Galerie Wimmer,

Amalienstraße 14 geöffnet. Begrüßung durch die Studierenden.

 

Artist Talks 3. Februar 2017

14.00 Jean Katamayi Mukendi (Architekturmuseum TUM)

15.00 Alafuro Sikoki (Architekturmuseum TUM)

17.00 Cheick Diallo (Kunstraum)

18.00 Cucula (Kunstraum)

 

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